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Spatenstich für die aktuell größte Photovoltaikanlage Österreichs

Spatenstich für die aktuell größte Photovoltaikanlage Österreichs – 11,5 Megawatt-Solarkraftwerk versorgt ab Dezember 5.200 Haushalte mit Ökostrom und dient als Weide für 150 Jura-Schafe.

Am Weg zur Klimamusterstadt setzt die Stadt Wien auf den massiven Ausbau von Erneuerbaren Energien. Aktuell errichtet der Projektierer maxsolar aus dem bayerischen Traunstein im Auftrag der Wien Energie in der Donaustadt auf einer ehemaligen Schotterdeponie die aktuell größte Photovoltaikanlage Österreichs. Auf dem „Schafflerhof“ wird künftig gleichzeitig umweltfreundlicher Strom für tausende Wiener Haushalte erzeugt und auch Landwirtschaft betrieben. Zwischen den 25.780 Photovoltaik-Modulen werden 150 Jura-Schafe weiden, auch Ackerbau ist angedacht, die PV-Anlage ist als Agrar-Photovoltaik konzipiert.

Zu den zentralen Fragen der Energiewende gehört, wie sich der Ausbau von PV-Freilandanlagen möglichst positiv auf Umweltschutz, Landwirtschaft und Naturschutz auswirkt. Als einer der ersten Projektierer haben wir uns daher dem bne-Siegel „Gute Planung“ verschrieben, das zum Ziel hat Klimawende und Umweltschutz zu vereinen. Die Agro-PV-Schafflerhofstraße gehört zu unseren „Best-Practice-Beispielen“ für landnutzungs- und naturschutzverträgliche Erneuerbare-Energien-Projekte, “ so maxsolar Prokurist Thomas Hager. „Wir sind stolz dieses wegweisende Konzept im Auftrag von WienEnergie errichten zu dürfen.“

„Dieses Projekt ist ein Meilenstein für mehr Klimaschutz in Wien. Mit 11,5 Megawatt Leistung wird diese Photovoltaikanlage die mit Abstand größte Wiens und die aktuell größte in ganz Österreich“, erklärt Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl. „Wien Energie treibt den Solarkraft-Ausbau seit Jahren massiv voran. Unser Fokus liegt dabei auf den Dächern der Stadt, damit allein werden wir die Klimaziele aber nicht erreichen. Hier an der Schafflerhofstraße zeigen wir, dass auch Freiflächenanlagen optimal in das Klimaschutzkonzept passen, wenn man sie schonend gestaltet.“

Insgesamt wird die Anlage im Jahr 13 Gigawattstunden Sonnenstrom erzeugen und dabei 4.500 Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht mehr als 3.300 Erdumrundungen mit einem PKW. Die Inbetriebnahme ist bis Ende des Jahres geplant. Aktueller Baufortschritt

Wandernde „Rasenmäher“ und vertikale Agrar-Module

150 Jura-Schafe werden von April bis Oktober die Fläche beweiden und als wandernde „Rasenmäher“ den maschinellen Grünschnitt ersetzen. Das vermeidet Staubentwicklung und Steinschlag, der bei einer herkömmlichen Mahd passieren kann. Zusätzlich wird der Boden geschont und natürlich gedüngt, das führt wiederum zu mehr Artenvielfalt unter dem Sonnenkraftwerk.

Um den Schafen eine optimale Weidefläche zu bieten, werden spezielle Vorkehrungen getroffen: Weidesaat wird ausgesät, die Photovoltaik-Module werden leicht erhöht montiert und sämtliche elektrische Komponenten gut geschützt. Die Module dienen den Schafen als Schutz vor Sonne und Wind, ein zusätzlicher Unterstand ist nicht notwendig. Betreut werden die Schafe von ihrem Schäfer, der täglich nach den Tieren schaut. Neben klassischen Photovoltaikmodulen werden auch 500 bifaziale, also doppelseitige, Module verbaut. Diese werden senkrecht und in Ost-West-Ausrichtung aufgeständert. Zwischen den Modulreihen ist hier der Anbau von Getreide oder Gemüse und die Bewirtschaftung mit Traktoren wie auf einem normalen Feld möglich. Damit kann die Fläche doppelt und um 60 Prozent effizienter genutzt werden.

Aktiv gegen den Klimawandel

Als Generalunternehmer oder –übernehmer entwickelt der Ingenieursdienstleister MaxSolar GmbH ganzheitliche Energiekonzepte für Kommunen und Unternehmen. Die Integration von Photovoltaikanlagen auf Dach- oder Freiflächen ermöglicht eine nachhaltige regionale Wertschöpfung sowie dezentrale Versorgung. Das Unternehmen ist nicht nur Planer und Errichter, sondern auch selbst Investor und Betreiber von Photovoltaik-Großanlagen. Geschäftsführer Christoph Strasser ist stolz: „Mit unserer täglichen Arbeit stellen wir uns aktiv den Herausforderungen des Klimawandels: Allein unsere Projekte aus 2019 werden in den nächsten zwanzig Jahren 547.531 Tonnen CO2 vermeiden!“

 

 

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